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  • Dörthe Buchmann

NIE WIEDER ERWARTUNGEN HABEN DAMIT MAN NICHT ENTTÄUSCHT WIRD!?



In einer der Facebook - Gruppen, in denen ich dabei bin, gab es letztens einen Austausch über das Thema "Es ist besser, ich erwarte nichts mehr, dann kann ich auch nicht mehr enttäuscht werden" Es gab rege Meldungen dazu und es wurde angeregt, dass ich aus meiner beruflichen Sicht etwas dazu beitrage. Habe ich natürlich gerne gemacht! Und weil es unter Euch sicher auch einige gibt, für die das interessant ist, hier mein Beitrag dazu...…….

Hier ein paar Inputs (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) aus meiner beruflichen Sicht: Erwartungen sind intuitiver und wichtiger Teil unseres Selbst. Zum einen haben Erwartungen was mit vorausschauendem Denken und Lernerfahrungen zu tun, weil wir das Handeln anderer vorab einschätzen (wichtig im Strassenverkehr, hihi) zum anderen prägen sie Dein Handeln, Denken und Dein Selbst und sagen letztlich auch ganz viel über Dich aus: was ist Dir wichtig? Was nicht? Wie gehst Du mit anderen um – wie lässt Du mit Dir umgehen? Es gibt ein schönes Zitat von Martin Buber „Der Mensch wird erst durchs Du zum Ich“, was bedeutet, dass Du durch den Anderen immer ganz viel auch über Dich selbst lernst. Welche Erwartungen hatte ich denn? Welche Werte stecken denn dahinter? Was ist mir wichtig? Welcher Wert wurde verletzt im Falle von Enttäuschungen? (Das ist meist das eigentliche Thema) Waren die Werte/Erwartungen klar kommuniziert? - Unausgesprochene Erwartungen sind ein ganz heißes Eisen in Beziehungen! Und ja, diese Erwartungen kann (und sollte 😉 ) frau immer mal wieder hinterfragen und anpassen- vor allem die an sich selbst 😉. Keine Erwartungen mehr haben um nicht enttäuscht zu werden? Hach ja, was tun wir Menschen nicht alles um Schmerz zu vermeiden 😉. Lass es mich umformulieren, dass es Kraft bekommt. Was da Wertvolles dahinter steckt ist eine starke Ressource aus einer Lernerfahrung: Z.B. Ich lasse nicht mehr zu, dass… (Verhalten xy), weil ich mir selbst mehr wert bin.

Von anderen gar nichts mehr erwarten – geht das überhaupt? Da würde ich gerne noch etwas dazu sagen. Wenn Du wirklich wirklich wirklich gar nichts mehr von Anderen erwartest hast Du eine innere Geisteshaltung / Weltsicht angenommen, wie wir sie aus dem tibetischen Buddhismus kennen. Das Prinzip der Leerheit der Dinge. Nichts ist etwas aus sich selbst heraus, denn es sind alles Projektionen (Interpretationen, Wertungen sagen wir Westler) meines eigenen Geistes. Wer das durchzieht bis ins letzte Detail ist in absoluter Selbstverantwortung und hat wohl tatsächlich keine Erwartungen an andere mehr, weil er oder sie alles als Projektionen des eigenen Geistes wahrnimmt, bzw. als Ergebnis von Samen, die man gepflanzt hat durch eigenes Denken, Sprechen,Handeln. (Karmische Prinzipien) Aber da wäre Frau oder Mann dann schon mega- erleuchtet 😉

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