• Dörthe Buchmann

Keine Krise wegen Wachstumsschmerzen


Nachdem ich seit mehr als einem Jahrzehnt Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleite kenne ich natürlich einige KlientInnen und ihren Lebensweg schon etwas länger und sehe sie – oft mit Pausen von mehreren Jahren – immer mal wieder. Gerade bei denen, die eine oder mehrere Krisen durchgestanden haben und jetzt erfolgreich und entspannter ihren neuen Lebensweg beschreiten erlebe ich immer mal wieder ein „Phänomen“.

Bei allem, was sich eingependelt hat in der Zeit nach der Krise, was Gutes und Neues entstanden ist gibt es doch auch einen Punkt, an dem man irgendwie doch das Gefühl hat: so richtig „richtig“ ist es doch alles noch nicht. Man ist sich durchaus sehr klar darüber, was man gerne hätte und wie man leben möchte, wie man mit sich und anderen umgehen möchte, sein Leben gestalten – doch irgendwie hakt es und spießt es sich doch noch mehr als gewünscht. Und weil man ja mit einer „Krise“ vertraut ist und sich auch jetzt unwohl fühlt hat man die Bezeichnung Krise für diese Situation natürlich schnell bei der Hand. Doch aufgepasst!!! In genau dieser Bezeichnung hängt so viel Bewertung und negative Emotionen werden dadurch getriggert, dass man sich dadurch tatsächlich manchmal in ein tieferes Loch hineinredet als eigentlich ist. Denn eine Krise ist das alles ganz und gar nicht.


Ich bezeichne diese „Symptome“ gerne als „Wachstumsschmerzen“.

Letztens hatte ich eine Klientin, die ein neues Unternehmen auf die Beine gestellt hat, gemeinsam mit ihrem Mann, mit allem Pipapo. Natürlich haben die beiden mit jeder Menge Herausforderungen zu kämpfen, vieles ist noch nicht eingespielt, Abläufe müssen permanent optimiert werden, etliches funktioniert nicht reibungslos und muss neu überdacht werden. Genau das sind Wachstumsschmerzen 😉 (Über diesen Begriff konnte sie übrigens herzlich lachen und die ganze negative Dramatik war raus aus dem Thema). Es geht in die richtige Richtung und rennt halt nur noch nicht rund. Du bist aufgefordert zu hinterfragen, neu zu justieren, noch ein paar Entscheidungen zu treffen für Deinen neuen Lebensweg. Das kann anstrengend sein und gleichzeitig sehr bereichernd.

Doch Du hast klare Vorstellungen und gehst selbstbestimmt Deinen Weg. Und das ist auch einer der wesentlichen Unterschiede zu einer Krise. Da fühlt man sich oft fremdbestimmt, die Ereignisse brechen über einen herein, ohne dass man das Gefühl hat, man könnte da groß was beeinflussen – und man sieht schon gleich gar kein Licht am Ende des Tunnels. Man strampelt und strampelt und ist mit der Bewältigung des Akutzustandes so beschäftigt, dass gar kein Platz für große Gedanken an das „Danach“ bleibt. Unterschied klar? Wachstumsschmerzen sind etwas sehr Schönes, weil sie Dir jede Menge Potential und Gelegenheit geben selbstbestimmt Dein Leben zu gestalten und Dich zu wichtigen Entscheidungen einladen. Nimm die Einladung an und freu Dich auf neue Erfahrungen und das gute Gefühl, dass Du bei erfolgreicher Bewältigung spüren wirst. Es ist ein bisschen wie beim Sporteln. Währenddessen anstrengend, danach das gute Gefühl etwas für Dich getan zu haben und erfrischt zu sein und längerfristig eine Investition in Dich und Deine Gesundheit.

Also – wachse über Dich hinaus 😉


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